Historisches aus dem Leipziger Osten

Beiträge zum Neustädter Markt-Journal der Jahre 1992 bis 1996






Die Leipziger Eisenbahnstraße (zeitweise Ernst-Thälmann-Straße)

entstand vor etwa 150 Jahren mit dem Bau der ersten deutschen Ferneisenbahnlinie von Leipzig nach Dresden, unmittelbar neben dieser Strecke im Osten von Leipzig.
Stadtauswärts, auf dem linken Fußweg der heutigen Straße, fuhren also bereits 1837 die ersten Züge von Leipzig nach Althen.

Im Jahr 1838 wurden südlich dieser neu entstehenden Bahnlinie am damaligen Kirchweg (heute H.-Liebmann-Str.) die ersten Wohnhäuser gebaut, 1844 wohnten dort bereits 300 Einwohner. Ein Jahr später wurde dieses ursprünglich zu Schönefeld gehörende Gebiet als Gemeinde Neuschönefeld bei Leipzig selbständig. Bis 1863 wurde das Gemeindegebiet eng und fast vollständig bebaut (etwa 5000 Einwohner).
"Feldwege waren unsere Straßen..."schrieb der Gemeindevorsteher in der Chronik. Diese Straßen wurden ab 1862 mit Öllampen, ab 1867 bereits mit Gaslaternen beleuchtet. In den Jahren 1858 bis 1864 entstand nördlich dieses Bahnabschnitts ein Dampfsägewerk, so daß sich 1875 folgender Situationsplan darstellte:

Anmerkungen:
Carlstr. - heute Teil der Neustädter Str.,
nach unten abzweigende Bahnlinie zum Bayrischen Bhf. - heute etwa Lutherstr., Lzg.-Neustadt

(Leipzig im  Februar 1992, H. Stein)

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